Vodafone-Chef sieht Mobilfunkmarkt im Wandel

In einem Bericht der „Financial Times Deutschland“ prognostiziert Vodafone Deutschland-Chef Fritz Joussen einen Wandel des Mobilfunkmarktes. Joussen vergleicht dabei Googles Betriebssystem Android mit der einstigen Einführung des Windows-Betriebssystems für das PC-Geschäft.

Verbreitung von Android vergleichbar mit Windows-Durchbruch

Joussen geht der FTD zufolge davon aus, dass die Verbreitung von Android zu einer „Kostenreduktion“ und zu einer „Leistungsexplosion“ bei den Handys führen werde. Seiner Ansicht nach würden sich die Anschaffungskosten für ein androidbasiertes Handy alle 18 Monate halbieren. Dabei würde sich der Leistungsumfang des Gerätes verdoppeln. Joussen verglich die Entwicklung mit dem einstigen Durchbruch des Betriebssystems Windows auf dem PC-Markt.

Sinkende Preise für Smartphones sind eine Chance für die Anbieter

Die ständig sinkenden Smartphonepreise sind für die Provider eine große Chance, denn dank der günstigen Preise steckt in nahezu jeder Jackentasche ein Smartphone. Für die Provider ist das ein boomendes Geschäft, da die meisten Kunden einen teuren Handyvertrag mit dem Erwerb eines Smartphones abschließen. Dabei steigt die Datenmenge, die aufgrund der steigenden Userzahlen zu bewältigen ist, jedoch stetig an und die Provider müssen kräftig in den Ausbau ihrer Netze investieren. Der FTD zufolge hat Vodafone in die Erweiterung seines Mobilfunk- und Festnetzes bisher rund eine Milliarde Euro jährlich investiert.

Entscheidend ist für Joussen, dass Vodafone als Provider künftig auch eigene Services entwickelt und nicht nur auf die Android-Anwendungen der Geräte setzt. Dabei könnte es sich den Angaben des Blattes zufolge beispielsweise um einen integrierten Bezahldienst handeln.