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Prepaid und die 28 Tage

Vier Wochen sind kein Monat. Warum ein Prepaid-Paket dreizehnmal im Jahr fällig wird und wann es sich trotzdem lohnt.

4 Minuten Lesezeit, Stand

Prepaid ist für Datentarife oft die passende Form. Ein Tablet, das nur im Urlaub mitfährt, ein Router im Ferienhaus, ein Surfstick für die Baustelle: Bei allem, was nicht jeden Monat läuft, willst du keinen Vertrag. Im Vergleich stehen 42 Prepaid-Tarife.

Ein Detail macht Prepaid teurer, als es aussieht. 33 Tarife im Vergleich rechnen alle 28 Tage ab, die meisten davon Prepaid.

Dreizehn statt zwölf

Ein Monat hat im Schnitt gut 30 Tage, vier Wochen haben 28. Wer alle 28 Tage zahlt, zahlt dreizehnmal im Jahr. Das sind gut acht Prozent mehr, als der Paketpreis vermuten lässt.

Die Umrechnung ist einfach: Preis für 28 Tage mal 13, geteilt durch 12. Aus 10 Euro je 28 Tage werden so rund 10,83 Euro im Kalendermonat. In diesem Vergleich sind alle Preise schon umgerechnet, damit du ein 28-Tage-Paket direkt neben einen Monatstarif legen kannst. Wie wir dabei mit Aktionspreisen umgehen, steht unter So rechnen wir.

Wie ein Prepaid-Paket läuft

Du kaufst ein Starterpaket mit SIM-Karte, oft mit Startguthaben. Dann buchst du ein Paket, und der Anbieter zieht den Preis vom Guthaben ab. Nach 28 Tagen oder einem Monat verlängert sich das Paket, sofern genug Guthaben da ist.

Reicht das Guthaben nicht, bucht der Anbieter das Paket nicht ab. Die Karte bleibt aktiv, aber ohne Paket. Bei manchen Anbietern läuft Datenverkehr dann über einen Standardtarif, der je Megabyte abrechnet und das Restguthaben schnell aufbraucht. Schalte mobile Daten ab, wenn du ein Paket bewusst auslaufen lässt.

Auf Wunsch lädt der Anbieter selbst nach, sobald das Guthaben unter einen Betrag fällt, und zieht das Geld per Lastschrift oder Kreditkarte ein. Bequem, aber dann bist du gefühlt wieder in einem Vertrag. Für ein Gerät, das nur in der Saison läuft, schaltest du sie besser ab.

Aufladen

Guthaben lädst du in der App des Anbieters, per Lastschrift, Kreditkarte oder über Bezahldienste auf. Im Supermarkt und an der Tankstelle gibt es Guthabenkarten mit einem Code, den du per SMS, Anruf oder in der App einlöst. Für einen Router im Ferienhaus ist das praktisch: Du brauchst kein Handy mit derselben Karte, nur den Code und das Kundenkonto.

Plane das Aufladen vor dem Verlängerungstag. Kommt das Guthaben zu spät, beginnt das neue Paket erst mit der Aufladung, und bei 28-Tage-Paketen verschiebt sich damit der ganze Rhythmus.

Pausieren und wieder starten

Der größte Vorteil von Prepaid für Datentarife: Du kannst Monate auslassen. Im Winter liegt der Router im Schrank, das Paket ist ausgelaufen, es kostet nichts. Im Frühjahr lädst du auf, buchst ein Paket, und es geht weiter.

Grenzen gibt es trotzdem. Wer lange nicht auflädt, riskiert, dass der Anbieter die Karte kündigt. Die Fristen stehen in den Bedingungen und liegen oft bei mehreren Monaten bis zu einem Jahr ohne Aufladung oder Nutzung. Ein kleines Guthaben einmal im Halbjahr hält die Karte meist am Leben.

Registrierung

Jede Prepaid-Karte muss in Deutschland vor der Freischaltung auf eine Person registriert werden. Das gilt seit 2017. Die Anbieter machen das per Video-Ident, mit der Online-Ausweisfunktion des Personalausweises oder im Laden. Du brauchst also einen Ausweis und ein paar Minuten Zeit, bevor das Gerät online ist.

Wann Prepaid teurer ist

Pro Gigabyte sind Prepaid-Pakete oft teurer als Laufzeitverträge, und die 28 Tage verstärken das. Für ein Gerät, das jeden Monat mit viel Volumen läuft, ist ein Vertrag mit Monatsabrechnung meist günstiger, ob mit Laufzeit oder monatlich kündbar.

Rechne es durch: Brauchst du das Volumen zehn oder zwölf Monate im Jahr, vergleiche den umgerechneten Prepaid-Preis mit dem Effektivpreis eines Vertrags. Brauchst du es nur vier oder fünf Monate, gewinnt Prepaid fast immer, weil die übrigen Monate nichts kosten.

Restguthaben

Kündigst du eine Prepaid-Karte, steht dir das verbleibende Guthaben zu. Die Anbieter zahlen es auf Antrag aus. Bei der Rufnummernmitnahme bleibt das Guthaben beim alten Anbieter, auch dann kannst du die Auszahlung verlangen.

Prepaid für Datentarife im Vergleich

Die Liste Prepaid-Datentarife zeigt alle Prepaid-Tarife, schon auf den Kalendermonat umgerechnet und mit dem Starterpaket im Effektivpreis. Filter nach Volumen, wenn du einen Router versorgen willst, und sortiere nach Preis je GB.

Häufige Fragen

Wie rechne ich einen 28-Tage-Preis in einen Monatspreis um?

Preis mal 13, geteilt durch 12. Ein Paket für 10 Euro je 28 Tage kostet im Kalendermonat rund 10,83 Euro. Im Vergleich sind alle Preise schon so umgerechnet.

Bekomme ich Restguthaben zurück, wenn ich kündige?

Ja. Nach dem Ende des Vertrags zahlt der Anbieter das verbliebene Guthaben auf Antrag aus. Wie das geht, steht in seinen Bedingungen, oft reicht ein Formular mit deiner Bankverbindung.